Es gibt diesen Moment, wenn der Deckel aufgeht und man sofort weiß: gleich wird es ernst. Wer auf der Suche nach einem Gasgrill ist, der mit deutscher Verarbeitung und durchdachten Details überzeugt, landet früher oder später beim Rösle Videro G4-S. Wir haben uns die Unterschiede zum Vorgänger G4, den Vergleich mit Weber-Modellen und die Varianten Vario+ und Nero genau angesehen – inklusive aller technischen Daten, die wirklich zählen.

Hauptbrenner: 4 Edelstahlbrenner à 3,5 kW ·
Infrarotbrenner: 1 Brenner à 3,5 kW ·
Seitenkocher: 1 Brenner à 3,0 kW ·
Grillfläche: 70 × 45 cm (3.150 cm²) ·
Warmhalterost: 70 × 16 cm ·
Preis (ca.): ab 599 €

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Smart-Grills und IoT-Integration werden zum Standard – Rösle wird hier nachziehen müssen
  • Der Trend zu Infrarotbrennern in der Mittelklasse setzt sich weiter durch

Was ist der Unterschied zwischen dem Rösle Videro G4 und dem G4-S?

Was unterscheidet die Ausstattung?

Auf den ersten Blick sehen sich die beiden Modelle ähnlich – beide teilen sich die charakteristische Edelstahl-Optik und die vier Hauptbrenner. Der entscheidende Unterschied liegt im Detail: Der G4-S verfügt über einen Infrarot-Keramikbrenner, den Rösle als Prime Zone bezeichnet, während der G4 ohne diese Technologie auskommt. Dieser Brenner befindet sich im abklappbaren Seitentisch und erreicht laut Herstellerangaben Temperaturen bis zu 900 °C (YouTube: Weber vs. Enders vs. Rösle (Vergleichsvideo)).

  • Zusätzlicher Seitenkocher: Der G4-S hat einen separaten Seitenkocher mit 3,0 kW Leistung – der G4 nicht.
  • VARIO+ Grillrostsystem: Beim G4-S Vario+ können Sie den Rost gegen Einsätze für Wok, Pizzastein oder Plancha tauschen (Grillgoods (Fachblog)).
  • Warmhalterost: Der G4-S bietet zusätzlich einen Warmhalterost mit 70 × 16 cm.

Sechs Brenner insgesamt, ein klarer Schritt nach oben. Der G4 richtet sich preisbewusst, der G4-S an den, der auch die kleinen Extras schätzt.

Das entscheidende Upgrade

Der Infrarotbrenner der Prime Zone ist kein Gimmick – ambitionierte Hobbygriller bekommen damit eine Kruste auf Steaks und Fischen, die ein herkömmlicher Brenner nicht liefern kann, weil die keramische Abstrahlung gleichmäßiger und intensiver ist (Grillgoods (Fachblog)).

Welche Variante lohnt sich mehr?

Die Entscheidung fällt über den Preis: Der G4-S kostet rund 150 bis 200 Euro mehr als der G4. Dafür erhalten Sie den Infrarotbrenner, den Seitenkocher und das breitere Zubehörangebot. Wer nur klassisch Steaks und Würstchen grillt, fährt mit dem G4 günstiger. Wer aber auch asiatische Wokgerichte oder Pizza auf dem Grill zubereiten möchte, kommt um den G4-S kaum herum (Idealo (Preisvergleich)).

Vorteile G4-S

  • Infrarotbrenner mit bis zu 900 °C für perfekte Kruste
  • Seitenkocher inklusive
  • VARIO+ System für vielseitige Zubereitung
  • Warmhalterost serienmäßig

Nachteile G4-S

  • Höherer Anschaffungspreis (ca. 150–200 € Aufpreis)
  • Höheres Gesamtgewicht (58 kg statt 52 kg beim G4)
  • Infrarotbrenner nur im Seitentisch – kein Heckbrenner

Die Entscheidung für den G4-S bedeutet mehr Flexibilität, aber auch einen höheren Preis.

Was ist besser, Rösle oder Weber?

Warum wird Weber oft empfohlen?

Weber ist der unangefochtene Platzhirsch im deutschen Grillmarkt. Die Marke aus dem US-Bundesstaat Illinois bietet eine breite Modellpalette vom Einstiegsgrill Spirit bis zur Premiumlinie Summit. Weber-Grills haben eine riesige Ersatzteilversorgung und unzählige Youtube-Tutorials (Grillfürst (Ratgeberportal)). Die Verarbeitung ist solide, aber nicht durchgehend aus Edelstahl – viele Modelle setzen auf emaillierten Stahl.

Das GBS-System (Gourmet BBQ System) von Weber erlaubt austauschbare Rosteinsätze – ähnlich dem VARIO+ von Rösle. Allerdings ist die Auswahl an Einsätzen bei Weber größer. Der Weber Spirit E-330 hat drei Edelstahlbrenner, eine Sear Station und einen Seitenkocher – liegt preislich aber auf dem Niveau des Rösle G4-S.

Was spricht für Rösle?

Rösle punktet dort, wo Weber spart: Deutsche Qualität und Volledelstahl. Das Gehäuse des Videro G4-S besteht aus Edelstahl – kein emaillierter Stahl, der nach Jahren abblättern kann. Die Verarbeitung gilt als hochwertiger, was sich im Gewicht (58 kg) zeigt (Grillcenter Nord (Grillmagazin)).

Kriterium Rösle Videro G4-S Weber Spirit E-330
Brenner gesamt 6 (4 Haupt-, 1 Infrarot-, 1 Seitenkocher) 3 Hauptbrenner, keine Infrarot
Gesamtleistung 17,5 kW 10,5 kW
Grillflfläche 70 × 45 cm (3.150 cm²) 60 × 45 cm (2.700 cm²)
Gehäuse Edelstahl Emaillierter Stahl
Garantie 5 Jahre 10 Jahre (Korpus), 2 Jahre (Teile)
Preis (ca.) 599–799 € 699–899 €

Der Preis ist bei Rösle oft günstiger, bei ähnlicher oder besserer Ausstattung. Die schwächere Ersatzteilversorgung und kleinere Community sind der Preis für das Nischen-Dasein.

Der Haken an Weber

Der Käufer zahlt bei Weber nicht nur für den Grill, sondern auch für den Namen – und für eine riesige Marketingmaschine. Rösle investiert in Material, nicht in Werbung. Deshalb bekommt man beim Videro G4-S für das gleiche Geld mehr Edelstahl und mehr Brenner (Grillcenter Nord (Grillmagazin)).

Der direkte Vergleich zeigt: Rösle bietet mehr Brenner und Edelstahl, Weber punktet mit Service und Community.

Ist Rösle ein guter Gasgrill?

Ist Rösle eine deutsche Marke?

Ja, Rösle ist ein deutsches Traditionsunternehmen mit Sitz in Marktoberdorf im Allgäu. Gegründet 1888, ist die Firma seit über 130 Jahren auf Koch- und Grillbesteck sowie seit 2010 auf Gasgrills spezialisiert (Rösle (Unternehmensseite)). Die Gasgrills werden in Deutschland entwickelt, produziert wird überwiegend in Europa und China – nach strengen Rösle-Qualitätsstandards.

Qualität und Verarbeitung der Rösle Gasgrills

In Foren und Testberichten wird die solide Verarbeitung der Videro-Serie durchweg positiv bewertet. Ein Nutzer im Grillsportverein (Grillforum) berichtete: „Kinder waren zufrieden, ich auch. Der Grill hat auf jeden Fall über 300 Grad geschafft.“ Auch das Magazin Chip (Technikredaktion) bezeichnete ihn als „großen Gasgrill mit vier Edelstahlbrennern, Seitenkocher, Primezone und 3.150 Quadratzentimeter Grillfläche“.

Rösle-Grills bestehen zu großen Teilen aus hochwertigem Edelstahl. Das zeigt sich im Gewicht: 58 kg stehen für Stabilität. Emaillierte Teile gibt es nur beim Nero-Modell – dort als schwarze Pulverbeschichtung. Die Qualität der Beschichtung ist ein oft diskutierter Punkt in der Community.

Welche Varianten und welches Zubehör gibt es für den Rösle Videro G4-S?

Rösle Videro G4-S Edelstahl, Nero und Vario+

Der G4-S ist in drei Grundvarianten erhältlich, die sich in Optik und Ausstattungsmerkmalen unterscheiden:

  • Rösle Videro G4-S Edelstahl: Die Basisversion in gebürstetem Edelstahl. Höchste Korrosionsbeständigkeit, aber auch die teuerste Variante.
  • Rösle Videro G4-S Nero: Schwarze Pulverbeschichtung auf Edelstahl-Korpus. Günstiger, aber etwas anfälliger für Kratzer.
  • Rösle Videro G4-S Vario+: Mit dem VARIO+ Grillrostsystem – austauschbare Rosteinsätze für Wok, Pizzastein, Plancha und Grillrost.

Zubehör für den G4-S

Das VARIO+-System macht den Grill besonders flexibel. Folgendes Zubehör ist offiziell von Rösle erhältlich:

  • VARIO+ Wokeinsatz (für asiatische Gerichte)
  • VARIO+ Pizzastein (für knusprige Böden)
  • VARIO+ Plancha (für Fisch und Gemüse)
  • Abdeckhaube (passgenau für Videro G4-S)
  • Seitenkocher-Zubehör (Topf, Deckel, Grillplatte)

Smart-Funktionen?

Nein, der Rösle Videro G4-S ist nicht standardmäßig mit Smart-Funktionen wie WLAN, Bluetooth oder App-Steuerung ausgestattet. Rösle setzt hier auf traditionelle Bedienung. Ob eine Nachrüstung möglich ist, ist nicht offiziell dokumentiert. In Foren wird spekuliert, dass externe Smart-Griller-Systeme nachgerüstet werden können.

Welche technischen Daten hat der Rösle Videro G4-S?

Leistung der Brenner

Sechs Brenner, sechs Leistungsklassen. Die Verteilung ist durchdacht:

Fünf Brenner mit je 3,5 kW, auf die sich die Hitzezone aufteilt – eine klare Hierarchie für direktes und indirektes Grillen.

Brenner-Typ Anzahl Leistung Besonderheit
Hauptbrenner (Edelstahl) 4 jeweils 3,5 kW Längsbrenner für gleichmäßige Hitze
Infrarot-Keramikbrenner 1 3,5 kW Prime Zone, bis 900 °C
Seitenkocher 1 3,0 kW Abklappbar, für Soßen und Beilagen

Grillfläche und Maße

Die Hauptgrillfläche beträgt 70 × 45 cm – das sind 3.150 cm² reine Grillfläche. Dazu kommt der Warmhalterost mit 70 × 16 cm.

Zwei Zahlen, eine Erkenntnis: Genug Platz für ganze Rippchen, ein ganzes Hähnchen oder mehrere Steaks gleichzeitig. Die Gesamtabmessungen (B × T × H) liegen bei ca. 148 × 76 × 115 cm bei geöffnetem Deckel und ausgeklappten Seitentischen.

Ersatzteile und Wartung

Rösle bietet Ersatzteile direkt über den Onlineshop und autorisierte Fachhändler an. Die gängigsten Ersatzteile:

  • Brennerdüsen (für 50 mbar – deutscher Standard)
  • Zündkerzen und Zündmodule
  • VARIO+ Rosteinsätze
  • Abdeckhaube

Die Garantie beträgt laut Hersteller 5 Jahre auf den Grillkorpus und die Brenner (Rösle (Garantieinformationen)). Für die Wartung empfiehlt Rösle eine regelmäßige Reinigung der Brenner und Düsen – besonders nach der Grillsaison.

Was sagen Nutzer und Tester?

„Kinder waren zufrieden, ich auch. Der Grill hat auf jeden Fall über 300 Grad geschafft.“
– Nutzer im Grillsportverein (Grillforum)

„Großer Gasgrill mit vier Edelstahlbrennern, Seitenkocher, Primezone und 3.150 Quadratzentimeter Grillfläche.“
– Redaktion Chip (Technikredaktion)

Fazit: Der Rösle Videro G4-S ist ein solider Gasgrill, der durchdacht konstruiert ist – nicht durch Marketing überteuert. Hobbygriller mit Ambitionen bekommen hier viel Edelstahl und Leistung fürs Geld. Wer auf Smart-Features oder eine riesige Community angewiesen ist, sollte Richtung Weber schielen. Für alle anderen: Der G4-S ist eine lohnende Alternative.

Die Erfahrungen bestätigen die Qualität des G4-S für anspruchsvolle Griller.

Wer den günstigeren Einstieg sucht, findet im Rösle Videro G3-S eine ähnliche Verarbeitungsqualität mit drei Brennern.

Häufig gestellte Fragen

Wie schwer ist der Rösle Videro G4-S?

Der Grill wiegt ca. 58 kg – inklusive Seitentischen und Warmhalterost. Ohne Verpackung und Gasflasche. Das Gewicht liegt in der oberen Mittelklasse für Gasgrills dieser Größe und deutet auf die solide Edelstahlverarbeitung hin (Rösle (Produktdaten)).

Kann man mit dem Rösle Videro G4-S Pizza backen?

Ja, mit dem VARIO+ Pizzastein-Einsatz. Der Infrarotbrenner kann Temperaturen bis 900 °C erreichen – ideal für knusprige Pizzaböden (Grillgoods (Fachblog)).

Ist der Rösle Videro G4-S für den Außenbereich geeignet?

Ja, der Grill ist für den Außeneinsatz ausgelegt. Das Gehäuse aus Edelstahl ist witterungsbeständig, dennoch empfiehlt sich eine Abdeckhaube bei längerer Standzeit im Freien (Rösle (Produktdaten)).

Welche Garantie bietet Rösle?

Rösle gewährt 5 Jahre Garantie auf den Grillkorpus und die Brenner – auf Anfrage. Die Garantie gilt bei sachgemäßer Nutzung und Wartung (Rösle (Garantieinformationen)).

Wie reinigt man den Rösle Videro G4-S?

Die Edelstahlbrenner lassen sich mit einer weichen Bürste reinigen. Der Grillrost kann in der Spülmaschine gereinigt werden – bei Edelstahlvarianten vorher einweichen. Die Pulverbeschichtung des Nero-Modells ist etwas pflegeintensiver (Grillsportverein (Grillforum)).

Passt eine Gasflasche unter den Grill?

Nein, der Grill hat kein integriertes Fach für eine Gasflasche. Die Flasche muss neben dem Grill stehen. Rösle liefert einen stabilen Gasschlauch mit Druckminderer mit (Rösle (Produktdaten)).

Kann man den Rösle Videro G4-S mit Erdgas betreiben?

Der Grill wird standardmäßig für 50 mbar (Propan/Butan) ausgeliefert. Eine Umrüstung auf Erdgas ist über Ersatzdüsen möglich – diese sind über den Rösle-Onlineshop erhältlich.

Für Grillfans, die Wert auf hochwertige Materialien und Leistung legen, ist der Rösle Videro G4-S eine klare Empfehlung.

Verwandte Beiträge: Burgerbrötchen selber machen: fluffige Buns backen · Gebratene Zucchiniblüten Nahe Mir – Rezept, Saison & Tipps