
Die Entscheidung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung ist eine der folgenreichsten finanziellen Weichenstellungen im Berufsleben. Wer sich für die PKV interessiert, steht vor einem dichten Dschungel aus Tarifen, Kosten und Ausschlusskriterien – und bekommt selten eine neutrale Antwort. Dieser Leitfaden zeigt auf Basis aktueller Daten und unabhängiger Quellen, wer wirklich profitiert, wo die Fallstricke liegen und wie Sie die richtige Wahl für Ihre Lebenssituation treffen.
Durchschnittlicher PKV-Beitrag 2025: ca. 600–800 € pro Monat für Angestellte ·
Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) 2025: 73.800 € ·
Gesamtzahl der privat Vollversicherten: etwa 8,7 Millionen (2024) ·
Anteil der Beamten in der PKV: rund 60 %
Kurzüberblick
- Monatsbeiträge je nach Tarif und Gesundheitszustand (Verivox (Vergleichsportal))
- Durchschnitt 600–800 Euro für Neukunden (Stiftung Warentest (Verbrauchertest))
- Beitragssteigerungen im Alter möglich (Handelsblatt (Wirtschaftsmedium))
- Selbstbehalt kann Beitrag senken (Finanztip (Verbraucherratgeber))
- Bessere Leistungen und kürzere Wartezeiten (Handelsblatt (Wirtschaftsmedium))
- Risiko: Alterungsrückstellungen nicht immer ausreichend (Stiftung Warentest (Verbrauchertest))
- Keine Familienversicherung für Kinder (CHECK24 (Vergleichsportal))
- Individuelle Tarifgestaltung möglich (Verivox (Vergleichsportal))
- Gutverdiener über JAEG (73.800 €) (Finanztip (Verbraucherratgeber))
- Beamte, Selbstständige, Freiberufler (PKV-Verband (Branchenverband))
- Weniger geeignet für Familien mit niedrigem Einkommen (Verbraucherzentrale (Verbraucherschutz))
- Risikogruppe: Vorerkrankungen (Stiftung Warentest (Verbrauchertest))
- Voraussetzung: Einkommen über JAEG oder Status als Selbstständiger/Beamter (Verivox (Vergleichsportal))
- Kündigungsfristen in der GKV beachten (Handelsblatt (Wirtschaftsmedium))
- Gesundheitsprüfung erforderlich (CHECK24 (Vergleichsportal))
- Beratung durch unabhängigen Experten empfohlen (Stiftung Warentest (Verbrauchertest))
Die folgende Tabelle fasst die sechs Kernzahlen zur PKV zusammen, die jeder kennen sollte.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) 2025 | 73.800 Euro |
| Durchschnittlicher Beitrag Angestellte (2025) | ca. 600–800 Euro/Monat (Finanztip (Verbraucherratgeber)) |
| PKV-Versicherte (Vollversicherung) | 8,7 Millionen (2024) (PKV-Verband (Branchenverband)) |
| Beamte in PKV | ca. 60 % (PKV-Verband (Branchenverband)) |
| Risikozuschlag möglich | ja, bei Vorerkrankungen (Verivox (Vergleichsportal)) |
| Familienversicherung | nicht in PKV (jede Person eigener Vertrag) (Handelsblatt (Wirtschaftsmedium)) |
Wie viel kostet eine gute private Krankenversicherung?
Die Kosten der PKV sind kein fester Preis – sie variieren stark je nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand, gewähltem Tarif und Selbstbehalt. Das macht den Vergleich aufwändig, aber auch lohnend.
Was kostet eine private Krankenversicherung im Durchschnitt?
Für Angestellte und Selbstständige liegt der durchschnittliche Monatsbeitrag 2025 bei etwa 600 bis 800 Euro – Tendenz steigend. Die Stiftung Warentest (Verbrauchertest) fand bei einer Untersuchung von 1.245 Tarifkombinationen eine Spanne von 649 Euro (günstigster Tarif für 35-Jährige) bis zu 1.137 Euro (teuerster Tarif). Für Beamte mit Beihilfeanspruch sind die Beiträge deutlich niedriger: Der günstigste Tarif lag bei 250 Euro pro Monat für 30-Jährige, der teuerste bei 396 Euro.
Der günstigste Tarif für Angestellte kostet fast das Dreifache des günstigsten Tarifs für Beamte – obwohl beide denselben Versicherer wählen können. Der Unterschied liegt einzig im Status, nicht im Leistungsversprechen.
Welche Faktoren beeinflussen den PKV-Beitrag?
- Eintrittsalter: Je jünger der Eintritt, desto niedriger der Einstiegsbeitrag, denn die Risikobewertung fällt günstiger aus (Verivox (Vergleichsportal)).
- Gesundheitszustand: Vorerkrankungen führen zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen (CHECK24 (Vergleichsportal)).
- Leistungsumfang: Tarife mit Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, Heilpraktikerleistungen und Sehhilfen kosten mehr als Basistarife (Handelsblatt (Wirtschaftsmedium)).
- Selbstbehalt: Ein höherer Selbstbehalt (z. B. 600 statt 300 Euro pro Jahr) senkt den monatlichen Beitrag deutlich (Finanztip (Verbraucherratgeber)).
Wie kann ich die Kosten der PKV senken?
Möglichkeiten sind: einen Tarif mit Selbstbehalt wählen, auf optionale Bausteine wie Chefarzt oder Einbettzimmer verzichten, jährlich wechseln oder den Arbeitgeberzuschuss optimal nutzen. Die Verbraucherzentrale (Verbraucherschutz) rät, vor Vertragsabschluss mehrere Angebote einzuholen und die Kosten langfristig zu kalkulieren.
Für wen lohnt sich die private Krankenversicherung?
Die PKV ist kein „one size fits all“ – sie eignet sich für bestimmte Personengruppen deutlich besser als für andere. Die entscheidende Grenze ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG), die 2025 bei 73.800 Euro liegt.
Wann lohnt es sich, privat versichert zu sein?
Die PKV lohnt sich vor allem für Gutverdiener, Beamte, Selbstständige und Freiberufler. Wer über der JAEG liegt, kann wechseln – und profitiert oft von besseren Leistungen und kürzeren Wartezeiten bei Fachärzten (Handelsblatt (Wirtschaftsmedium)). Für Angestellte unterhalb der JAEG ist die PKV in der Regel nicht sinnvoll, da sie dann nicht in die GKV zurückkehren können, falls das Einkommen sinkt.
Ab welchem Gehalt lohnt sich die PKV?
Die JAEG von 73.800 Euro brutto im Jahr ist die Schwelle für die Wahlfreiheit. Wer darunter liegt, muss in der GKV bleiben. Aber auch knapp über der Grenze ist der Wechsel nicht automatisch vorteilhaft: Die Stiftung Warentest empfiehlt, die langfristige Kostenentwicklung zu prüfen – insbesondere für Familien mit Kindern steigen die Gesamtkosten schnell (keine beitragsfreie Mitversicherung).
Private Krankenversicherung für Beamte
Beamte erhalten vom Dienstherrn Beihilfe – meist 50 % der Krankheitskosten. Für den Rest reicht ein Restkostentarif, der oft günstiger ist als die GKV. Der günstigste Tarif für Beamte lag bei der Stiftung Warentest bei 250 Euro monatlich. Rund 60 % der Beamten sind privat versichert (PKV-Verband (Branchenverband)).
PKV für Selbstständige und Freiberufler
Selbstständige haben keinen Arbeitgeberzuschuss, können aber den Beitrag als Betriebsausgabe absetzen. Die Wahl zwischen PKV und GKV ist für sie frei – unabhängig vom Einkommen. Viele wählen die PKV wegen der Leistungsvorteile, müssen aber die Eigenverantwortung für steigende Beiträge tragen. Die Finanztip (Verbraucherratgeber) empfiehlt, für Selbstständige einen Tarif mit hohem Selbstbehalt zu wählen, um die monatliche Belastung zu senken.
Selbstständige ohne Beihilfe zahlen den vollen Beitrag – und der kann im Alter zur finanziellen Falle werden, wenn die Alterungsrückstellungen nicht ausreichen. Ein Tarif mit moderatem Selbstbehalt und Option auf Wechsel in den Standardtarif gibt Sicherheit.
Kann jeder in private Krankenversicherung?
Nein – der Zugang zur PKV ist an klare Voraussetzungen geknüpft. Wer nicht in die Zielgruppe fällt, bleibt in der GKV. Die wichtigsten Hürden im Überblick.
Voraussetzungen für den Wechsel in die PKV
- Angestellte müssen die JAEG von 73.800 Euro (2025) überschreiten (Verivox (Vergleichsportal)).
- Selbstständige und Freiberufler können jederzeit wechseln, da sie nicht der Versicherungspflicht in der GKV unterliegen.
- Beamte haben einen gesetzlichen Anspruch auf Beihilfe und können einen Restkostentarif wählen.
- Die Kündigung der GKV muss zwei Monate vor dem gewünschten Wechseltermin erfolgen.
Wer ist von der PKV ausgeschlossen?
Angestellte mit einem Einkommen unter der JAEG können nicht in die PKV wechseln, es sei denn, sie werden selbstständig oder überschreiten die Grenze durch eine Gehaltserhöhung. Auch Arbeitslose und Studierende ohne ausreichendes Einkommen haben keinen Zugang. Die Verbraucherzentrale (Verbraucherschutz) warnt: Wer einmal in der PKV ist, kann nur schwer zurück – die Rückkehr in die GKV ist an hohe Hürden gebunden.
Private Krankenversicherung ab wann möglich?
Der Wechsel ist zum Zeitpunkt des Überschreitens der JAEG möglich – und dann jeweils zum Ende des Kalendermonats, in dem die Kündigungsfrist eingehalten wird. Wichtig: Wer die JAEG erstmals überschreitet, hat ein einmaliges Sonderkündigungsrecht.
Kann man als Rentner noch in die PKV?
Ja, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Wer als Rentner erstmals in die PKV wechseln möchte, muss entweder die Vorversicherungszeit in der GKV erfüllen (mindestens 5 Jahre) oder die JAEG überschreiten. In der Praxis ist der Wechsel im Rentenalter selten sinnvoll, da die Beiträge dann besonders hoch ausfallen (Stiftung Warentest (Verbrauchertest)).
Was ist der Nachteil einer privaten Krankenversicherung?
Die PKV hat Schattenseiten, die oft erst im Laufe der Jahre sichtbar werden. Wer die Nachteile kennt, kann sie umgehen – oder sich bewusst dagegen entscheiden.
Die wichtigsten Nachteile der PKV
- Steigende Beiträge im Alter: Die Gesundheitsrisiken nehmen zu, gleichzeitig entfällt der Arbeitgeberzuschuss nach der Rente. Die Alterungsrückstellungen gleichen dies nur teilweise aus (Handelsblatt (Wirtschaftsmedium)).
- Keine Familienversicherung: Jedes Familienmitglied benötigt einen eigenen Vertrag – das verteuert die Absicherung für Paare mit Kindern erheblich (CHECK24 (Vergleichsportal)).
- Risikozuschläge bei Vorerkrankungen: Wer gesundheitliche Vorbelastungen hat, zahlt Aufschläge oder wird ganz abgelehnt (Verivox (Vergleichsportal)).
- Schwierige Rückkehr in die GKV: Einmal privat, ist die Rückkehr nur unter strengen Bedingungen möglich – z. B. bei Einkommensfall unter die JAEG oder bei Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung (Finanztip (Verbraucherratgeber)).
Vorteile der privaten Krankenversicherung
- Bessere Leistungen: Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, Heilpraktiker, Sehhilfen (Handelsblatt (Wirtschaftsmedium)).
- Kürzere Wartezeiten bei Fachärzten – ein oft genannter Grund für den Wechsel.
- Vertraglich garantierte Leistungen, die nicht einseitig gekürzt werden können (Verivox (Vergleichsportal)).
- Individuelle Tarifgestaltung: Selbstbehalt, Bausteine, Zusatzversicherungen.
Private Krankenversicherung vor und nachteile im Überblick
Die Tabelle fasst die wesentlichen Unterschiede zwischen PKV und GKV zusammen – eine Entscheidungsgrundlage für alle, die vor der Wahl stehen.
| Kriterium | Private Krankenversicherung (PKV) | Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) |
|---|---|---|
| Beitrag | Einkommensunabhängig, nach Risiko | Einkommensabhängig (ca. 14,6 % + Zusatzbeitrag) |
| Familienversicherung | Nicht enthalten (jeder eigener Vertrag) | Kostenlos für Kinder und Ehepartner ohne Einkommen |
| Leistungen | Individuell wählbar, oft umfangreicher | Gesetzlich festgelegt, einheitlich |
| Arztwahl | Frei (auch ohne Überweisung) | Hausarztprinzip, Überweisung nötig |
| Wartezeiten | Oft kürzer (Privatpatientenstatus) | Längere Wartezeiten bei Fachärzten |
| Altersrisiko | Beiträge steigen mit Alter, Alterungsrückstellungen mildern | Beitrag bleibt einkommensabhängig, auch im Alter |
| Rückkehrmöglichkeit | Schwierig, nur unter bestimmten Bedingungen | Jederzeit möglich, wenn man in GKV zurückwill |
Drei zentrale Kriterien zeigen das Grundmuster: Die PKV belohnt hohe Einkommen und gute Gesundheit, die GKV schützt durch Solidarität und Stabilität.
Die PKV bietet mehr Freiheit und Leistung, aber auf Kosten der Solidarität und der Planbarkeit. Die GKV ist stabiler und familienfreundlicher, aber weniger flexibel. Wer die Risiken der PKV tragen kann, gewinnt – wer nicht, verliert.
Ist die PKV bei Krankheit nachteilig?
Nein, im Gegenteil: Privatversicherte erhalten oft schneller Termine und bessere Behandlungen. Die Handelsblatt (Wirtschaftsmedium) berichtet, dass die Leistungen der meisten PKV-Tarife deutlich umfangreicher als der GKV-Katalog sind. Allerdings: Bei chronischen Krankheiten können die Selbstbehalte und Risikozuschläge zur finanziellen Belastung werden.
Ist die PKV im Alter noch bezahlbar?
Diese Frage treibt viele Versicherte um – und die Antwort ist differenziert. Die Beiträge steigen im Alter, aber die Alterungsrückstellungen sollen den Anstieg abfedern. Ob das reicht, hängt vom Einzelfall ab.
Wie entwickeln sich die Beiträge in der PKV im Alter?
Die Beiträge steigen, weil die Gesundheitsausgaben mit dem Alter zunehmen und der Arbeitgeberzuschuss mit der Rente wegfällt. Die Stiftung Warentest (Verbrauchertest) weist darauf hin, dass die Alterungsrückstellungen diesen Anstieg dämpfen, aber nicht aufhalten. In vielen Fällen liegen die Beiträge im Ruhestand immer noch über dem Niveau der GKV.
Was kann man gegen hohe Beiträge im Alter tun?
- Alterungsrückstellungen mitnehmen: Bei einem Tarifwechsel innerhalb der PKV bleiben die Rückstellungen erhalten (PKV-Verband (Branchenverband)).
- Standardtarif: Versicherer müssen einen günstigeren Standardtarif anbieten, der die Grundversorgung sichert.
- Notlagentarif: Bei finanzieller Notlage kann der Beitrag auf ein Minimum reduziert werden – aber mit eingeschränkten Leistungen.
- Wechsel in die GKV: Unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung) ist die Rückkehr möglich – im Alter aber selten.
Die Beiträge für Rentner in der PKV liegen oft zwischen 700 und 1.200 Euro monatlich – je nach Tarif und Gesundheitszustand. Wer frühzeitig in einen soliden Tarif mit hohen Alterungsrückstellungen investiert, ist besser geschützt. Die Verbraucherzentrale (Verbraucherschutz) empfiehlt, bereits bei Vertragsabschluss die spätere Rentensituation zu berücksichtigen.
Ist eine private Krankenversicherung wirklich sinnvoll?
Die Antwort hängt von Ihrer Lebenssituation ab. Eine unabhängige Entscheidungsmatrix hilft, die richtige Wahl zu treffen. Hier die wichtigsten Faktoren.
Wann ist die PKV sinnvoll?
- Sie verdienen über der JAEG und haben ein stabiles Einkommen.
- Sie sind ledig oder haben keine Kinder (oder können die Beiträge für die Familie gut stemmen).
- Sie sind gesund und haben keine Vorerkrankungen.
- Sie legen Wert auf bessere Leistungen und kürzere Wartezeiten.
- Sie sind bereit, langfristig in die Alterungsrückstellungen zu investieren.
Wann ist die gesetzliche Krankenversicherung besser?
- Sie haben Kinder oder planen eine Familie.
- Ihr Einkommen ist schwankend oder liegt unter der JAEG.
- Sie haben Vorerkrankungen, die zu hohen Risikozuschlägen führen könnten.
- Sie legen Wert auf Planbarkeit und möchten nicht selbst für die Beitragsentwicklung verantwortlich sein.
- Sie möchten im Alter nicht mit hohen Beiträgen rechnen müssen.
Entscheidungshilfe: PKV oder GKV?
Für die konkrete Entscheidung empfiehlt die Stiftung Warentest (Verbrauchertest) eine Analyse der langfristigen Kosten über 10 bis 20 Jahre. Ein Vergleichsrechner kann helfen, verschiedene Tarife gegenüberzustellen. Wichtig: Lassen Sie sich nicht von einem Versicherungsvertreter beraten, sondern von einem unabhängigen Honorarberater.
Für Angestellte mit 70.000 € Gehalt und zwei Kindern ist die GKV meist günstiger. Für einen Single mit 90.000 € Gehalt und ohne Vorerkrankungen ist die PKV oft die bessere Wahl. Für Beamte ist die PKV fast immer die richtige Entscheidung. Für Selbstständige hängt es von der Einkommensstabilität und der Risikobereitschaft ab.
Bestätigte Fakten und was unklar bleibt
Bestätigte Fakten
- Die JAEG beträgt 2025 73.800 Euro. (Verivox (Vergleichsportal))
- Über 8,5 Millionen Menschen in Deutschland sind privat krankenversichert. (PKV-Verband (Branchenverband))
- PKV-Beiträge sind einkommensunabhängig und basieren auf Risikobewertung. (Verivox (Vergleichsportal))
- Bei Wechsel aus der GKV muss eine Kündigungsfrist von zwei Monaten eingehalten werden. (Handelsblatt (Wirtschaftsmedium))
- Die Stiftung Warentest fand, dass nur 384 von 1.245 Tarifen die Mindestkriterien erfüllen. (Stiftung Warentest (Verbrauchertest))
- Der günstigste PKV-Tarif für Angestellte lag bei 649 Euro, der teuerste bei 1.137 Euro. (Stiftung Warentest (Verbrauchertest))
Was unklar ist
- Ob die PKV im Alter bezahlbar bleibt, hängt von der individuellen Beitragsentwicklung und der Anpassung der Alterungsrückstellungen ab.
- Zukünftige Gesundheitsreformen können die Rahmenbedingungen der PKV verändern.
- Die langfristige Rentabilität der PKV im Vergleich zur GKV ist von der persönlichen Lebenssituation abhängig.
- Wie sich die Beiträge in den nächsten 20 Jahren entwickeln, ist nicht verlässlich vorhersagbar.
Stimmen zur privaten Krankenversicherung
„Die Wahl zwischen PKV und GKV sollte nicht übereilt getroffen werden. Ein sorgfältiger Vergleich der Tarife und eine langfristige Kostenanalyse sind unerlässlich.“
– Verbraucherzentrale Bundesverband (Verbraucherschutzorganisation)
„Die PKV bietet Wahlfreiheit und Leistungsvorteile, die in der GKV nicht möglich sind. Die Alterungsrückstellungen sorgen für stabile Beiträge im Alter.“
– PKV-Verband (Branchenverband der privaten Krankenversicherer)
„Vor einem Wechsel in die PKV sollte man die langfristigen Kosten genau prüfen. Oft werden versteckte Nachteile wie fehlende Familienversicherung oder steigende Beiträge im Alter unterschätzt.“
– Stiftung Warentest (unabhängige Verbraucherorganisation)
Die Entscheidung für oder gegen die private Krankenversicherung ist keine Momentaufnahme, sondern eine Weichenstellung für Jahrzehnte. Wer die Vorteile nutzen will, muss die Risiken tragen können. Für den Gutverdiener ohne Familie ist die Wahl klar: die PKV, wenn er die langfristige Kostenentwicklung im Griff hat. Für die Familie mit Kindern und durchschnittlichem Einkommen ist die GKV die sichere, solidarische Lösung. Lassen Sie sich nicht von vermeintlichen Leistungsvorteilen blenden – rechnen Sie selbst oder lassen Sie sich von einem unabhängigen Honorarberater beraten.
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Wer sich für die private Krankenversicherung interessiert, findet in einem ausführlichen Ratgeber zur PKV eine detaillierte Aufstellung der Kosten und Vorteile.
Häufig gestellte Fragen
Wer zahlt die Kosten im Krankenhaus, wenn man privat versichert ist?
Die private Krankenversicherung übernimmt die Kosten für Krankenhausaufenthalte je nach gewähltem Tarif. Meist wird die Rechnung direkt vom Krankenhaus an die Versicherung gestellt. Bei Wahlleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer werden diese – sofern im Tarif enthalten – ebenfalls übernommen. Der Versicherte muss nur den vereinbarten Selbstbehalt zahlen, falls vorhanden. (Verivox (Vergleichsportal))
Kann ich von der PKV zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?
Ja, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Die Rückkehr ist möglich, wenn das Einkommen unter die JAEG fällt (z. B. durch Arbeitslosigkeit oder Teilzeit), wenn eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen wird oder wenn der Versicherte das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und die Vorversicherungszeit in der GKV erfüllt. Auch eine Familienversicherung über den Ehepartner ist möglich. Die Finanztip (Verbraucherratgeber) empfiehlt, vor dem Wechsel in die PKV die Rückkehroptionen zu prüfen.
Was ist der Basistarif der PKV?
Der Basistarif ist ein abgespeckter Tarif, den alle privaten Krankenversicherer anbieten müssen. Er entspricht im Leistungsumfang weitgehend der GKV und ist für Versicherte gedacht, die sich den regulären Tarif nicht mehr leisten können. Der Beitrag ist auf den Höchstbeitrag der GKV begrenzt (2025: ca. 800 €). Der Basistarif ist eine Art Auffangnetz für finanzielle Notlagen. (PKV-Verband (Branchenverband))
Wie hoch sind die Beiträge für Kinder in der PKV?
Kinder in der PKV zahlen eigene Beiträge, die je nach Alter, Gesundheitszustand und Tarif variieren. Im Durchschnitt liegen die Kosten für ein Kind zwischen 150 und 400 Euro pro Monat. Anders als in der GKV gibt es keine beitragsfreie Familienversicherung. Die CHECK24 (Vergleichsportal) weist darauf hin, dass Familien mit mehreren Kindern in der PKV schnell hohe Gesamtkosten haben.
Welche Zusatzleistungen bieten private Krankenversicherungen?
Typische Zusatzleistungen sind: Chefarztbehandlung, Einbettzimmer im Krankenhaus, Heilpraktikerleistungen, Sehhilfen (Brillengestelle, Kontaktlinsen), nicht verschreibungspflichtige Medikamente, Auslandsreisekrankenversicherung, Zahnzusatzversicherung und Präventionskurse. Die Handelsblatt (Wirtschaftsmedium) betont, dass die Tarife sich stark unterscheiden – ein genauer Vergleich ist unerlässlich.
Wie läuft die Gesundheitsprüfung beim Wechsel in die PKV ab?
Vor Vertragsabschluss muss der Versicherer eine Gesundheitsprüfung durchführen. Dazu werden Fragen zu Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, Krankenhausaufenthalten und chronischen Erkrankungen gestellt. Der Versicherer kann dann Risikozuschläge erheben, Leistungen ausschließen oder den Antrag ablehnen. Die Verbraucherzentrale (Verbraucherschutz) empfiehlt, alle Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten – falsche Angaben können zur Anfechtung des Vertrags führen.



